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  • Ich habe Itchy Poopzkid durchschaut.

    22 May 2010, 16:51

    Fr., 21. Mai. – Itchy Poopzkid, Ni Ju San, Narcolaptic, Redebeitrag

    Wir haben alle keinen Bock auf Nazis, soviel steht fest. Wenn dann auch noch so grandiose Bands im netten Knust auftreten, stellen wir das noch lieber zur Schau und machen eine große Party (immerhin wird der FC St. Pauli auch noch 100!).
    Gut, über Ni Ju San und Narcolaptic kann ich nicht viel erzählen, da ich nicht wirklich da war – aber die beiden Bands waren sicher gut.
    Klar war der Großteil der Menge wegen der Band mit dem selten dämlichen Namen gekommen, so wie ich.
    Nach Narcolaptic zwei Meter gehen – 2. Reihe. Gute Bilanz. Als ich dann noch nach den ersten zwei Songs meine Tasche und Jacke losgeworden bin, noch besser. Weil bitte, es ist ein Punkkonzert, da kann man sich nicht an seine Tasche klammern!
    Zwischen all den Mädels und Jungs in den Itchy Who?-Shirts verbargen sich natürlich einige übereifrige Crowdsurfer, die einem gerne mal das Gesicht in den Nacken der Forderfrau drücken (sorry an dieser Stelle an das Mädchen, das war ich nicht!) oder einem so gefühlte fünf Gehirnerschütterungen verpassen (Fuß in die Fresse! Hurra!). Aber gut, ich will mich nicht beklagen, die durchschnittlich 7,5 Crowdsurfer pro Song haben die Show ja nicht schlechter gemacht, nur die physische Leistung etwas gedämpft.
    Nachdem Sibbi ein Bad in der Menge genommen hatte, wir zum Auftakt von 'Another Song The DJs Hate' eine nette Wall of Death veranstaltet hatten (die mich dann endgültig in die erste Reihe katapultierte) und Panzer mit 'Against the Wall' alle zum Aww-Sagen gebracht hatte (nicht zum Mitklatschen! Ich glaube, das hat er sich nur eingebildet...), heizten die Jungs allen mit dem Cover von Run-D.M.C.s 'Tricky' ein – inklusive hinsetzen, aufspringen und einfach Spaß haben.
    Tatsächlich fanden sich ein paar Feuerzeuge im Publikum ("Sieben!"), die auch rausgeholt wurden und bei 'Drogenfrau' entschied Saikov, dass die vom Publikum aus gesehene linke Seite beim "Oh oh ohhh"-Singen die Nase vorne hatte.

    Wie so oft war es eine grandiose Liveshow und natürlich auch beim dritten Mal nicht langweilig. Ich würde definitiv immer wieder hingehen (nicht nur wegen den hinreißenden Postern und dem restlichen Merch-Angebot, was sich von Buttons über eine rote Dead Serious-Vinyl bis hin zu Drumsticks erstreckte).
    Als Sibbi sich dann auch noch erbarmte, den lieb fragenden Fans den erstandenen Merch zu signieren und ne Menge Fotos zu schießen, war der Abend schon fast richtig gut.
    Aber dann raffte ich mich auf, als Sibbi mit Poster-signieren beschäftigt war:
    "Zwei Wörter: The Matches."
    Er guckt hoch. Kurze Pause. Dann: "Ja man! Alter! Sie sind die besten! Die besten!!"
    Nach ungefähr 20 Mal "Ich wusste es!"-Rufen von mir und einem ausdrücklichen "Du bist die erste, der es aufgefallen ist!" war der Abend perfekt, unser Psychogrinsen für die Kamera auch und dann ging es ab nach Hause.

    Hurra, hurra. Genau so.

  • Cobra Starship im Grünspan, 13.02.2010 – Ein Tag wie kein anderer.

    15 Şub 2010, 21:00

    Sa., 13. Feb. – Cobra Starship, I Heart Sharks

    Hätte mir jemand vorher gesagt, dass ich mir die Füße abfrieren würde, hätte ich andere Socken angezogen. Aber ich will mich ja nicht beklagen. Abgestorbene Füße haben mich und fünf Freundinnen nicht vom viereinhalbstündigen Warten vorm Grünspan abgehalten, mit Belohnungen:

    Nachdem Ryland schon die goldene Rettungsdecke ins Herz geschlossen hatte, bewegte auch Gabe seinen Latino-Arsch zu uns, freute sich wie ein kleines Kind über meine Vanilla Vanilla Cupcakes ("Fuck yeah! I'm starving! Thank you! (...) Purple Hearts? For me? Aww! Wow, they're good. But they're cold.") Lieber Gabe, es hat geschneit. Wer erwartet, dass ich Cupcakes in einen Wärmebehälter stecke? Und im Übrigen waren die Zuckerherzen pink und nicht lila, aber das ist Nebensache.
    Alex probierte seine Deutschkenntnisse mit dem äußerst süßen Satz: "Sprecken Ssie Franzosisch?". Da hat er die Richtige gefragt, denn ich sagte ihm "Oui, I do. And Spanish." Ja, da war der Herr beeindruckt. Aber was solls, all das spielte sich vor der Tür ab, bloß Nate und Vicky, die beiden armen Kranken, wollten nicht draußen bleiben, aber das kann man ihnen ja nicht verübeln.

    Beim Meet & Greet um 17:30 (wo ich leider nicht war) bekam die Band im Namen von mir und meiner Freundin ein Riesenmixtape voller deutscher Künstler und Bands. Und Spongebob. Für Ryland. Außerdem bekam Gabe einen kleinen Deutschkurs geschenkt – viele viele Begriffe, in denen GABE drin vorkommt (wer es mitbekommen hat: 'Zugabe' und 'Gepäckausgabe' waren nur einige von ihnen).

    Nach einem Gedrängel wie kein zweites vor der Tür ab in die 1. Reihe und dann hieß es erst einmal I Heart Sharks über sich ergehen lassen.
    Ja, der Beat mag ganz gut gewesen sein, aber mich hat die Band absolut nicht vom Hocker gehauen.

    Nach endlosem Warten dann die Erlösung: Cobra Starship enterten die Bühne mit Opener 'The City Is At War', der direkt danach in 'Pete Wentz Is The Only Reason…' überging.
    Die Reihenfolge der absoluten Highlights lässt sich nicht mehr festlegen, es ist einfach zu viel passiert, doch ich möchte ein paar schriftlich festhalten:
    - Die Crowd brachte Gabe und Ry "Prost!" bei
    - Meine liebe Anna durfte in Gabes goldenes Mikro sprechen
    - die Lady bei Bring It hat das Haus gerockt, wirklich gut gemacht. Hätte ich nicht meinen erste-Reihe-Platz behalten wollen, hätte ich das auch getan :D
    - Gabe lehnte sich ins Publikum, auf unserer Seite gleich zweimal. Wirklich, ich hatte nichts gegen seinen Schritt ein paar Zentimeter von meinem Gesicht, aber musste der Securitymann meine Hand dagegen drücken? Beim zweiten Mal war ich es auch nicht, die sein T-Shirt hochschob. Das...passierte einfach! Ehrlich!
    - Gabes Satz des Abends: "Die sieben Zwerge sind wunderbar!" (das 2. Mal, dass er es von sich gab, und es war einfach genial. Bin mir ziemlich sicher, dass meine Freundin ihn dran erinnert hat, mit ihrem "Los siete enanos son maravillosos!" – Jep, Spanischkenntnisse sind ganz praktisch^^)
    - Wieder einmal fragte Alex auf deutsch, ob wer Französisch spricht, und wieder antwortete ich (reflexartig?) "Oui, I do!". Das Plektrum, was daraufhin in meine Richtung flog, hab ich allerdings nicht gefangen. Landete im Bühnengraben.
    - Ry war so lieb und hat mir dann ein Plek in die Hand gedrückt. Danke, Ry!
    - Gabe brauchte nur einmal William Beckett zu erwähnen und der Saal kreischte einstimmig
    - Bring It brachte mich zum Heulen. Nein, wirklich. Nachdem ich neuneinhalb Songs lang meinen Leuchtstab (mit 6 verschiedenen Leuchtfunktionen!) geschwungen hat, wurde er mir plötzlich aus der Hand gerissen, ein paarmal schön von Gabe höchstpersönlich rumgewirbelt und dann – bösartigerweise – ganz nach hinten in die Menge geworfen. Immerhin hat der Herr sich entschuldigt und mir ein Gratis-Shirt verprochen. Danke, Gabe. Ich liebe dich auch <3
    - Die ahnungslose Frau im Bühnengraben hat die Wasserflaschen verteilt, von denen noch ein Rest drin war. Und sie hat mir Gabes Flasche (die mit dem Loch im Deckel) in die Hand gedrückt. Kann ein Mensch so viel Glück an einem Tag haben? Alter.

    Ich bin mir 100%ig sicher, ich habe massenhaft wichtige Dinge vergessen, aber das hier sollte ein Konzertbericht werden und kein 18-seitiger Tagebucheintrag. Auweia.
    Deshalb die Setlist:


    The City is at war
    Pete wentz is the only reason we're famous
    Nice guys finish last
    Kiss my sass
    My moves are white (white hot, that is)
    Wet hot american summer
    The church of hot addiction
    Send my love to the dancefloor, i'll see you in hell (hey mr. dj)
    Smile for the paparazzi
    Snakes on a plane (bring it)
    Hot mess
    Guilty pleasure

    Zugaben:
    The scene is dead; long live the scene
    Good girls go bad

    (ca. 90 Minuten Spielzeit)

    Zu guter letzt noch die Frage:
    Hat zufällig irgendwer Bring It gefilmt?
  • Peter Doherty im Uebel & Gefährlich – 1.12.09

    4 Ara 2009, 10:25

    Di., 1. Dez. – Peter Doherty, Roses Kings Castles

    Herr Peter Doherty also.
    Gestern war so ein Tag.
    Ein Tag, von dem man etwas erwartet und ganz schräge Dinge passieren.

    Ich kam beim Uebel & Gefährlich am Bunker in Hamburg an und durfte mir erst einmal anhören, dass meine Schwester mit Adam Ficek (er war mit seiner Solonummer Roses Kings Castles Petes Support Act) shoppen war. Er hatte seinen Schal verloren, kannte sich nicht aus und wollte einen neuen haben. Hat sich nebenbei über die Musikindustrie ausgekotzt.
    Peter hatte sich um 17 Uhr ein wenig Zeit für die Fans genommen und war dann nach oben (das Uebel & Gefährlich liegt im 4. Stock des Bunkers) verschwunden. Gefolgt sind ihm zwei französisch sprechende junge Frauen.
    Die Französinnen stellten sich als Balletttänzerinnen heraus, die Pete auf der Bühne Gesellschaft leisteten – mit Tüllröckchen und Union Jacks als Oberteile.
    Nachdem wir einen Vier-Stockwerke-Fußmarsch hinter uns hatten, sicherte ich mir einen Platz in der 1. Reihe, den aber wieder verließ (und mir freihalten ließ), als Peter im Zuschauerraum auftauchte und sich eine Traube Menschen um ihn bildete. Er nahm mir den Platz in der ersten Reihe, indem er sich selbst dort hinstellte. Hallelujah.
    Als er nach kurzer Zeit voller Überforderung und Umlagerung verschwand, hatte ich meinen Platz wieder.
    Zwischen den drei Support Acts stolperte er immer mal wieder selbst über die Bühne (einmal auch im Bademantel), zog sich aber zuletzt doch etwas an und stellte sich ganz allein mit seiner Akustikgitarre auf die Bühne.
    Erstaunlicherweise spielte er geschätzte 3-4 Solosongs, ein paar Babyshambles-Songs und recht viele Libertines-Songs, was mich überaus freute.
    Es gab keine Setlist und Peter fragte uns, was wir hören wollten. Die Mädchen neben mir wollten Pipedown, aber er sagte, er könne das nicht spielen, weiter hinten hörte ich Last Post On The Bugle und selbst rief ihm immer wieder "MOCKINGBIRD!" zu.
    Was spielte er also danach?
    Richtig, Mockingbird. Erfolgserlebnis #1.
    Ziemlich zu Anfang rammte er sich einmal mit voller Wucht das Mikro ins Gesicht – unabsichtlich natürlich – und blutete zum Glück nicht. Er kickte einen Becher zurück ins Publikum und riss die Blumenvase um, die hinter ihm auf dem Verstärker prangte – wie im Wohnzimmer.
    Highlights waren eindeutig Can't Stand Me Now, wo das Publikum Carls Gesangsparts übernahm und der letzte Songs des Abends, Music When The Lights Go Out, das so schön war, dass ich fast weinen musste. Nein, das ist nicht erbärmlich.
    Trotz Krankheit (sowohl Adam als auch Pete waren stark erkältet) war es eine wundervolle Show und ich bin heilfroh, das Risiko eingegangen zu sein, sofort ein Ticket zu kaufen.
    Der nette Roadie verteilte Plektren und wir trafen Adam am Merchandise-Stand, wo er fröhlich rumträllerte, als ein Mann ihm zwei Blumen schenkte, die er von der Bar geklaut hatte.
    Nach Verlassen des Bunkers gab es einen weiteren Menschenauflauf vor der Tür des Tourbusses, die offen stand und Pete mit den Fans redete. Einige besonders gewitzte schafften es in den Bus und Pete zu umarmen, andere bekamen von ihm Bier ausgegeben und wieder andere (u.a. ich) konnten nur durch das Fenster lugen. Die kleinen Voyeure in uns konnten ihren Blick nicht vom oberen Fenster reißen, als Pete dort erschien – unwissend, dass man ihn sehen konnte – und erst einmal mit seiner Freundin knutschte. Spätestens in dem Moment sollte man verschwinden.

    Ein Tag, von dem man etwas erwartet und ganz schräge Dinge passieren.
    Gestern war so einer.

    Gute Sicht, gute Qualität: The Good Ol' Days, alleine, aber schön:
  • Green Day 08.10.2009 in der Color Line Arena, Hamburg

    9 Eki 2009, 17:55

    Do., 8. Okt. – Green Day, Prima Donna

    Für ein CLA-Konzert war der gestrige Abend einfach nur gut. Glück hatte, wer nah genug an einer Absperrung stand und Wasser von den Security-Männern bekam. Nie hätte ich erwartet, dass Green Day so viele Fans auf die Bühne holen und so sehr interagieren. Highlights waren eindeutig 'King for a day', Das T-Shirt-Schussgerät, 'Longview' und die fünfminütige Interaktion bei 'Hitchin a ride'.
    Leider habe ich beide Viva la Gloria-Teile vermisst, sowie 'Peacemaker' und zu meiner Überraschung haben sie auch nicht 'Wake me up when September ends' gespielt. Filmen konnte man nicht wirklich, höchstens am Ende, aber das war auch nicht schlimm, denn das Feeling war einfach atemberaubend.
    Zu unserer Überraschung und Freude kamen Green Day irgendwann plötzlich mit Kostümen auf die Bühne und schnell war klar, dass gleich 'King for a day' kommen musste. Tré Cool wurde als "Britney Spears on the drums" vorgestellt und im Laufe der Show wurden, wenn ich mich nicht verzählt habe, sieben verschiedene Fans auf die Bühne geholt.
    Die Vorband Prima Donna war ehrlich gesagt nicht so gut wie auf Platte, ihr Auftritt aus diversen Glamrockbands zusammengeklaut und auch das Publikum rastete nicht gerade aus.
    Ein Umbaupause-Gag war das Hasenmaskottchen, was ein Bier nach dem anderen in sich hineingeschüttet hat und aussah wie dem 'Drei Tage wach'-Video entsprungen. Wirklich verstanden, was das sollte, habe ich zwar nicht, aber wer auch immer in dem Kostüm steckte, hatte einen gewissen Unterhaltungswert.

    Alles in allem ein wirklich gelungener Abend, denn Green Day haben etwa zweieinhalb Stunden durchgespielt und auch wenn wir danach fertig und müde waren... wir waren auch glücklich.
  • All Time Low im Knust

    19 Eyl 2009, 17:30

    Fr., 18. Sep. – All Time Low, The Audition

    Geflasht sein ist gar kein Ausdruck. Wenn ich an gestern Abend zurückdenke, bekomme ich immer noch Herzklopfen. Ich gebe zu, ich kannte die band bis vor kurzem noch gar nicht, aber habe mich in letzter Zeit mehr mit ihnen beschäftigt als mit allem anderen.
    Schon der Special Guest The Audition aus Chicago haben dem Publikum mächtig eingeheizt, mit Songs wie 'The way that you move' und Katy Perry's 'Hot n Cold', wo alle mitsingen konnten.
    Ein Aufschrei ging durch die Menge, als jemand Alex Gaskarth bemerkte, der still und leise am Bühnenrand saß und heimlich mitsang. Wer ihn ansah, bekam ein Lächeln von ihm und später stieß er zu The Audition und performte einen Song mit ihnen, mit der Ausrede, sein Bein sei eingeschlafen und er hätte sich bewegen müssen. Das allerdings erst, nachdem der Support gedroht hatte, einen ATL-Song zu spielen und Alex ihnen charmant den Mittelfinger gezeigt hatte.
    Bevor der Hauptact die Bühne betrat, sang das Publikum im Dunkeln lauthals 'All the small things' von Blink-182 und wenig später enterten ATL selbst die Bühne, begrüßt von lautem Gekreische aus der Menge.
    Highlights waren eindeutig das Gespräch über Alex' bestes Stück, welches er selbst mit der Anaconda aus dem Film 'Anaconda' verglich; Jack Barakats Kontaktsuche zu den Fans, die ihn am Ende alle begrabbeln durften; Alex' Vorschlag, am Ende alle auf einen Drink und die Glücklichen zum Sex einzuladen und die fluoszierenden Instrumente.
    Nett von der Security, von vorne Massen an Wasser durchzugeben und niemanden anzuschnauzen, weil er/sie filmte.
    Alles in allem der perfekt gelungene Abend, bei dem fast alle Mädchen von der ersten bis zur dritten Reihe das gleiche Shirt trugen, da dieses das einzige Girlieshirt war, das am Merch verkauft wurde.